Der Vorstand dankt…
…allen Teilnehmern der Jahrestagung und freut sich auf weitere Diskussionen im DG-Blog.

Von links: Heidrun Schlegel (Geschäftsführein), Birgit Lengers (Stellvertretende Vorsitzende), Uwe Gössel, Peter Spuhler (Vorsitzender), Hans-Peter Frings und Jan Linders. Es fehlten Amelie Mallmann (neu im Vorstand) und Christian Holtzhauer.
Resolution der Dramaturgischen Gesellschaft zur ästhetischen Bildung
zum Abschluss des öffentlichen Symposiums
„Dem Wahren, Guten, Schönen – Bildung auf der Bühne?
Welche neue Rolle spielt das Theater in der Wissensgesellschaft?“
2007 in Heidelberg
»Bildung ist Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Es ist festzustellen, dass Elternhäuser und Schulen derzeit der Notwendigkeit, ästhetische Bildung zu vermitteln, nicht mehr allein nachkommen können. Das führt für die Theater und Orchester zu einer Erweiterung ihrer Aufgaben. Theater sehen, erfahren und selber spielen hilft, die Welt als inszeniert zu verstehen und als komplexes Zeichensystem zu deuten. Theater ist Schule der Wahrnehmung und vermittelt ein Handwerkszeug zur Weltaneignung und Weltgestaltung. Wir erkennen daher die Kunstvermittlung als Schlüsselaufgabe an – und legen Wert auf die Feststellung, dass sie bereits seit Jahres von den Theatern wahrgenommen wird. Sie betrifft über Kinder und Jugendliche hinaus alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen. Es geht nicht nur um „ein Publikum von morgen“, sondern vor allem um das Publikum von heute – und darüber hinaus um aktive Teilhabe an Kunst. Voraussetzung ist eine klare Aufwertung der Theater- und Musikpädagogik: Sie bedarf der Wertschätzung in den Theatern und Orchestern und durch die Politik und die Öffentlichkeit. Wir betrachten Theaterpädagogik als Vermittlungskunst. Ihre Anerkennung als Kernaufgabe muss einhergehen mit der Schaffung von Stellen, finanzieller Ausstattung, räumlichen Gegebenheiten, tarifrechtlichen Voraussetzungen und Organisationsstrukturen. Die Theaterpädagogik darf nicht als Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit missverstanden werden. Für diese Vermittlungskunst ist eine gezielte Ausbildung erforderlich. Gleichzeitig darf die Vermittlungsarbeit nicht allein an die Theaterpädagogik delegiert werden. Vermittlung ist die gemeinschaftliche Aufgabe der gesamten Institution Theater, Ausgangspunkt bleibt die Unmittelbarkeit der Kunst.
Gleichzeitig müssen auch bei den Schulen und anderen Bildungsträgern entsprechende Vorraussetzungen und Strukturen geschaffen werden. Es ist unerlässlich, dort auf kompetente Partner zu treffen, gemeinsam zu handeln. Wir wollen die schulischen Abläufe nicht ergänzen – etwa als Lückenbüßer in der Ganztagsschule -, sondern bereichern und verändern. Die Schule selbst muss ästhetische Bildung als Unterrichtsprinzip verstehen und fördern. Es geht dabei nicht nur um Lehrpläne und Lehrinhalte, sondern um die Anerkennung und Aufwertung des „Darstellenden Spiels“ hin zu einem Fach „Darstellende Künste“. Darüber hinaus müssen ganz grundsätzlich die Unterrichtsformen überdacht werden: Wir meinen, dass neue Zeit- und Raumstrukturen und neue Formate für das Lernen geschaffen werden können. Modellprojekte stiften Hoffnung, ersetzen aber nicht Nachhaltigkeit und grundsätzliche Reformen.
Für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Schule und Theater ist eine Vernetzung auf allen Ebenen notwendig. Kultus- und Kunstministerien der Länder bzw. entsprechende Instanzen in den Städten und auf Bundesebene müssen in dieser zentralen Bildungsaufgabe untereinander und mit den Theatern und Orchestern wesentlich enger zusammenarbeiten. Wir empfehlen die Einrichtung eines ständigen gemeinsamen Gesprächsforums und die ressortübergreifende Bereitstellung von finanziellen Mitteln. Das „Jahr der Geisteswissenschaften“ ist dafür ein guter Startpunkt.«
„Der Kongress tanzt“
TanzZeit ist ein von Livia Patrizi initiiertes Pilotprojekt, in dem über 40 Berliner Tänzer und Choreographen Schulkinder einmal in der Woche für 90 Minuten unterrichten. Kreativer Tanz bezeichnet eine Tanzform und eine Methode, die davon ausgeht, dass jeder Mensch auch ohne tanztechnische Vorbildung tanzen kann. In der Pilotphase haben rund 1000 Schüler mitgetanzt.
Hanna Hegenscheidt stellte das Projekt vor – und ließ die Tagungsteilnehmer am eigenen Leib spüren, wie es sich anfühlt, dem natürlichen Bewegungsdrang zu folgen. Wie das aussah, zeigt eine kurze Videoaufzeichnung:
Chancen und Risiken für das Theater
Diskussion mit Adrienne Goehler [Publizistin und Autorin („Verflüssigungen“), ehemalige Kuratorin des Hauptstadtkulturfonds], Claudia Marion Stemberger [ehemalige Produktionsleitung des Tanzquartier Wien] und Klaus Zehelein [Bayerische Theaterakademie / Bühnenverein].
Ein Transkript der Veranstaltung erscheint in der kommenden Ausgabe des Magazins Theater heute.
Der neue DG-Vorstand
Bei ihrer Jahresversammlung wählten die Mitglieder der Dramaturgischen Gesellschaft einen neuen Vorstand: Für den langjährigen Vorsitzenden Manfred Beilharz, der nicht mehr kandidierte, wurde der gastgebende Heidelberg-Intendant Peter Spuhler mit großer Zustimmung zum neuen Vorsitzenden bestimmt. Gleichzeitig wurde der amtierende Vorstand in seiner erfolgreichen Arbeit bestätigt: der Dramaturg am schauspielfrankfurt Hans-Peter Frings, der Leiter des Internationalen Forums des Theatertreffens/Berliner Festspiele, Uwe Gössel, der Schauspieldramaturg am Staatstheater Stuttgart, Christian Holtzhauer, die freie Theaterwissenschaftlerin und Dramaturgin Birgit Lengers (stellvertretende Vorsitzende) und der freie Berliner Dramaturg und Regisseur Jan Linders. Für die ausscheidende Aachener Chefdramaturgin Anne-Marie Arioli kam die Dramaturgin des Berliner Kinder- und Jugendtheaters, Theater an der Parkaue, Amelie Mallmann neu in den Vorstand.
Das neue Team (von links:) Christian Holtzhauer, Uwe Gössel, DG-Geschäftsführerin Heidrun Schlegel, Amelie Mallmann, Peter Spuhler, Birgit Lengers, Hans-Peter Fring und Jan Linders.
Der Freiburger Orbit in Heidelberg
Der Orbit. Mitten in der Heidelberger Altstadt – die DG machte es möglich. Im Rahmen der Tagung gastierte der Orbit Freiburg mit einem „Orbit-Stüble Spezial“ am Universitätsplatz. Die Macher vom Raumlabor Berlin berichteten von der spannenden Reise ihres multifunktionalen Pavillons durch Freiburg. An den Klettwänden des Orbit konnte das DG-Tagungs-Blog nachgelesen werden. Die Homepage sieht so aus:
Lesung „Alter Ford Escort Dunkelblau“ von Dirk Lauke
Ein alter Ford Escort fährt durch die Peripherie von Halle an der Saale: Mit von der Partie: Schorse, ein arbeitsloser Familienvater und sein Sohn, Boxer und Paul, denen es auch nicht besser ergeht. Flucht von der Realität und von dieser wieder eingeholt werden, das ist das wesentliche Thema von Dirk Laukes „Alter Ford Escort Dunkelblau“.
„Wir brettern über die Landstraße. An Feldern, Schutt- und Kalibergen vorbei. Eines Tages werden sie uns noch raus ziehen. Dann ist Schorse seine Fleppe und mit der Fleppe seinen Job los“
„Schentilmän is gut, nee aber mal im Klartext. Lego. Fährt auf Lego ab. Gibtsne Westernstadt. Saloon und Planwagen, alles drum und dran. Hat mich auf der Stelle umgehauen wie sonstewas. Mein Junge und Wild West. Und ich denk der zeigt mit gleich n Gameboy oder was…“
„Hab ich dich je gefragt, warum das alles so beschissen ist. Wir. Haben wir uns mal gefragt. Oder mal versucht was aufzubauen.“
„Ich besorg mir wieder was, hörste karin, ich besorg mir was, ich geh auf Montage. Ich zieh das durch. Diesmal zieh ichs durch.“
„Sicher gibt’s die da. Hörste Phillip. Wos hingeht, nach Legoland. Da ist alles aus Lego. Alles. Wo du hin kuckst. Die Straßen, die Häuser, die Mänekken. Aber nich so in mini wie duse kennst. Sondern richtig. Kannste deinem Lieblingsmänneken die Hand schütteln.“
„Angus Young. Phillip hörste Junge. Angus Young. Das war auf som Steg, Steg ins Publikum rein, Angus kommt angestapft. Geiles Solo bei Jailbreak, zehn Minuten lang, un zwischendurch schaffts Angus, un schießt mir die Hand hin. So.“
„Weil einen Traum hab ich, Paul. Sone Fahrt wie hier. Noch weiter. Route 66. Einmal durch Amerika. Einmal von Norden nach Süden quer durch fahren. Von den Bergen in die Wüste ans Meer. Las Vegas. Pazifik. Alles Geld auf den Kopf hauen können.“
„Will mich nich mehr wien Penner fühlen. Nich mehr denken, dass ich eigentlich heute nich gehen könnte und trotzdem gehen. Ich will einfach nich mehr gehn.“
Im anschleißenden Publikumsgespräch steht zunächst die Zeichnung der Figuren in „Alter Ford Escord Dunkelblau“ zur Debatte. Diese zeichnen sich alle durch ihre Träume und Utopien aus. Den Wunsch einen Truck zu fahren, die fast mystische Betrachtung von Musik und der Band AC/DC. Vielleicht sind dies genau jene Anhaltspunkte, die die Charaktere dazu bewegen, aus dem normalen Alltag auszubrechen, auch wenn es eben nur um eine Fahrt in einem alten Ford handelt.
Das Stück ist in einem realen Rahmen eingebettet. Die Straßen und Bushaltestellen, die Orte an denen die Szenen spielen, existieren in Halle an der Saale wirklich. Der alte Ford ist als Metapher zu verstehen, in dem die Träume jener modernen Looser transportiert werden.
Der Schreibprozess des Autors bestand nicht so sehr darin, die eigentliche reale Umwelt zu erforschen und zu Papier zu bringen, sondern selbst gemachte Erfahrungen wiederzugeben. So sind die Charaktere in dem Stück Mixturen von realen Menschen.
Schließlich stand noch die Frage nach den bildungsrelevanten Aspekten des Stückes im Raum. Dazu der Autor: „Bildung ist euer Problem!“ Es kommt darauf an, wie das Wort Bildung verstanden wird. Das Stück könnte insofern bildungsrelevant sein, als dass es Kunstschaffende vor das Problem stellt, wie man es aufgrund der verwendeten Sprache (ostdeutscher Slang) umsetzt und auf die Bühne bringt.
Als letzter Aspekt sollte noch erwähnt werden, das es doch auch darauf ankommt, ob es Dirk Lauke mit seinem Stück gelingt, für eine Bevölkerungsschicht, neudeutsch: Präkariat, zu sprechen, die es selber nicht schafft, auf ihre verzweifelte Situation aufmerksam zu machen.
Und dies ist nun wirklich zu hoffen!
Theater braucht Regeln – Regelsammlung Verlage
Das Urheberrecht hat zwei Seiten – eine ökonomische und eine moralische. Die eine befasst sich mit den Vergütungsansprüchen, die andere mit dem Urheberpersönlichkeitsrecht (droit moral). Über beide wurde bei Manfred Beilharz diskutiert – genauer gesagt: über die Neufassung der „Regelsammlung Verlage“.

Hans-Peter Frings im Gespräch mit Hans-Jürgen Drescher, Manfred Beilharz im Gespräch mit Marion Victor.
Die Regelsammlung ist u.a. beim Deutschen Bühnenverein erhältlich.
Auf die Reform von 2005 hat sich der Bühnenverein mit dem Verband Deutscher Bühnen- und Medienverlage verständigt. Insbesondere wurden folgende Neuregelungen getroffen:
- Erstmalig wird festgeschrieben, dass im Falle einer seitens des Theaters vorgenommenen Einfügung von Fremd-Texten in ein urheberrechtlich geschütztes Werk der Verlag zu unterrichten ist. Dies entspricht der Entscheidung des Kammergerichts Berlin in dem Rechtsstreit um die Dresdner Aufführung des Gerhart-Hauptmann-Stücks „Die Weber“, in der ein im Stück nicht vorgesehener „Chor der Arbeitslosen“ mit eigenen Texten auftrat.
- Aufgenommen wurden in die neue Vereinbarung Regelungen, die es erlauben, dass das Theater mit einer Video-Aufzeichnung des Bühnenwerks vor allem im Internet wirbt. Ausgeschlossen ist jedoch jede kommerzielle Nutzung der Aufzeichnung. Sie bedarf der gesonderten Zustimmung des Verlages.
- Neu ist auch die klare Regelung, die dem Theater das Recht einräumt, Opernlibretti für Übertitelungsanlagen zu übersetzen und zu bearbeiten.
- Eine besondere Regelung wurde für Uraufführungen aufgenommen. Bei solchen Aufführungen können nun erhöhte Pauschalen vereinbart werden, die bestimmte Urhebervergütungen unabhängig von der Zuschauerzahl garantieren.
- Aufführungen können in Zukunft auch auf den Vorplatz des Theaters per Bildschirm übertragen werden.
In Heidelberg wurden vor allem die Konflikte des Alltags diskutiert. So wurde in der Regelsammlung bei teilgeschützten Werken eine Bandbreite zwischen 30 und 70 Prozent der Vergütung komplett geschützter Werke festgelegt – über die jeweilige Vergütung wird zwischen Theatern und Verlagen entsprechend hart gerungen: Die Theater wollen lieber 30 Prozent bezahlen, die Verlage hätten gern 70 Prozent. Ähnliches geschehe bei Übersetzungen. So haben die Verlage laut Hans-Jürgen Drescher (Suhrkamp) ein Interesse daran, dass Übersetzungen bedeutender aktueller Akteure mit 50 bis 80 Prozent (oder darüber hinaus) vergütet werden. Die Theater versuchten die Preise zu drücken, in dem sie mit der Nutzung nicht mehr geschützter Übersetzungen drohten.
Kontroverser wurde die Debatte allerdings im Zusammenhang mit Fragen zur Werktreue:
Die Vertreter der Verlage betonten, dass Änderungen frühzeitig mitgeteilt werden müssten und der Genehmigung bedürften. Dies sei jedoch häufig nicht der Fall, so Marion Victor (Verlag der Autoren), die darin einen „großen Streitpunkt“ sieht. Fast normal sei es geworden, Einfügungen in Stücke vorzunehmen – und oft werde dafür nicht einmal die nötige Erlaubnis eingeholt: „Das geht nicht.“ Die Dramaturgen sollten sich wieder verstärkt als Mittler zwischen Autor und Regisseur verstehen.
Michael Schröder vom Bühnenverein und Teilnehmer aus dem Publikum widersprachen: Wenn etwa ein Schauspieler an die Rampe trete und dort improvisiere, sei dies für das Publikum deutlich als Einschub zu erkennen. Doch die Verleger beharrten darauf: Auch dies müsse genehmigt werden. Suche man frühzeitig das Gespräch, komme es jedoch in den meisten Fällen zu einer Einigung, so Drescher.
Eine Teilnehmerin plädierte dafür, dass sich die Dramaturgen intensiver mit der Regelsammlung beschäftigen. Sie zu kennen sei eine Schlüsselkompetenz für Dramaturgen, um auch in finanziellen Fragen mitreden zu können.
Die Junge Oper an der Oper Stuttgart
Die junge Oper an der Oper Stuttgart unter Leitung von Barbara Tacchini führt auf der Jahrestagung der Dramaturgischen Gesellschaft die Oper „Westzeitstory“ auf. Das Stück, das eigentlich ein junges Publikum erreichen soll, ist auf Interaktion mit dem Publikum ausgelegt. Eine Chance für alle Dramaturgen also, mal wieder herzlich zu singen, und andere Geräusche von sich zu geben!
Die speziell für Schüler konzipierte Oper ist in der letzten Spielzeit durch diverse Schulen getourt, es wurden aber auch Aufführungen in der Oper Stuttgart gegeben.
Die Junge Oper setzt sich aus Gesangs- und Opernstudenten zusammen, die diese praktische Plattform auch als Einstieg in die Berufswelt sehen. Es sind ferner aber auch Profis und jugendliche Laien bei der Umsetzung dabei.
Das Konzept dieser Oper beinhaltet, die Kinder und Jugendlichen nicht nur mittags in die Häuser zu holen, sondern auch, wie in der richtigen Oper, abends Veranstaltungen zu geben.
Die Projekte der Jungen Oper richten sich nicht nur an begabte und musikalische Kinder, sondern auch an jene, die ein bisschen Krach machen wollen. Denn das Ausprobieren ist ganz wichtig. Die Schüler werden durch teilweise selbst gebastelte Instrumente eben an jene herangeführt.
Auch geht es um die ästhetische Erziehung der jungen Erwachsenen. Sie sollen damit vertraut gemacht werden, wie ein Regisseur mit einem Stoff umgeht, und werden dazu veranlasst, sich in Stücke hineinzuversetzen.
Bevor die Kinder die Oper aufgeführt sehen, werden sie in die Thematik eingeführt.
„Was ist ein Western…, ward ihr schon einmal in der Oper…?“ Dies sind typische Fragen, mit denen das junge Publikum konfrontiert wird.
Die „Westzeitstory“ ist eine Oper, die sich bei ihrem Zustandekommen auf wenig finanzielle und zeitliche Ressourcen stützen konnte. Improvisation war gefragt. Zunächst gab es nicht einmal eine richtige Partitur, sondern nur grobe Anweisungen für Musiker und Sänger. Bei der zunehmenden Auswechslung des Personals konnte dies aber nicht durchgehalten werden.
Bevor es dann richtig losgeht, werden die Zuschauer noch musikalisch gebrieft, da das Stück auf Partizipation des Publikums ausgelegt ist. Man ist gut beraten, einen Wolf, eine Eule oder einfach den Wind akustisch darstellen zu können. Auch sollte man ein gewisses Rhythmusgefühl mitbringen, da die Trommeln der Indianer doch komplizierten Rhythmen folgen. Wenn man ferner keine Scheu hat sein Stimmchen zu benutzen, und den Satz „Die Story könnte weitergehen“ zu trällern, dann kann einem eigentlich nicht mehr passieren bei der „Westzeitstory“.
Im Mittelpunkt der Aufführung steht ein riesiger Tisch, auf dem in Wild West Manier eine Miniaturwelt aufgebaut ist. Der Plot wird anhand von Figuren, Zügen und Nebelmaschinen verdeutlicht. Die Schauspieler, Musiker und Sänger agieren um den Tisch herum, eigentlich geht es über Tisch und Bänke.
Die Story könnte weitergehen? Na hoffentlich!
Hörprobe Junge Oper an der Oper Stuttgart: jungeoperstuttgart.mp3





